Wie erzählt man die Geschichte einer Familie, wenn die gemeinsame Sprache in der Diaspora verloren geht?
Als 2018 Francesca Melandris „Alle, außer mir“ (ital. „Sangue giusto“) herauskam, las zum ersten Mal ein breiteres deutschsprachiges Publikum von (einem Teil) der italienischen Kolonialgeschichte. Doch es gibt Schwarze Autor*innen in Italien, die sich schon sehr viel länger mit diesem noch immer unaufgearbeiteten Kapitel der italienischen Geschichte und dessen Folgen beschäftigen. Eine davon ist die somalisch-italienische Autorin Ubah Cristina Ali Farah, deren Roman „Der Kommandant des Flusses“ (ital. „Il comandante del fiume“) bereits 2014 in Italien herauskam und nun erstmals auf Deutsch vorliegt.
Die Autorin stellte das Buch am 20. Oktober auf der Frankfurter Buchmesse vor. Zum Video
»Der Kommandant des Flusses« von Ubah Cristina Ali Farah, Orlanda Verlag 2024. Zum Buch
Übersetzung aus dem Italienischen von Henrieke Markert